BARDO

Normalerweise arbeite ich in Zyklen von 2-3 Jahren. Der aktuelle Zyklus begann im Juni 2017 in Portugal als Artist in Residence in Bordeiro/Gois mit dem Thema “Bardo”. Das ist ein tibetischer Ausdruck und bedeutet im weiteren Sinne eine bestimmte Zeitspanne, wie z. B. vom Morgen bis zum Abend. In diesem speziellen Kontext bedeutet er „die Zeit des Todes“.

Meine Vorbereitungen dazu waren viele Belehrungen von tibetischen Lamas zu diesem Thema. Zusätzlich habe ich ein Theaterstück über den Ablauf des “Bardo” geschrieben und gezeichnet. Es ist von einem „Tulku“, einem sogenannten Wiedergeborenen, auf Richtigkeit übergeprüft worden. Das ist die Grundlage meiner künstlerischen Arbeit an dem Thema.

Meine Vorbereitungen dazu waren viele Belehrungen von tibetischen Lamas zu diesem Thema. Zusätzlich habe ich ein Theaterstück über den Ablauf des “Bardo” geschrieben und gezeichnet. Es ist von einem „Tulku“, einem sogenannten Wiedergeborenen, auf Richtigkeit übergeprüft worden. Das ist die Grundlage meiner künstlerischen Arbeit an dem Thema.

Im Dezember, während der dunkelsten Zeit des Jahres, war ich als Artist in Residence in Marnay-sur-Seine/Frankreich eingeladen, um über das Thema zu meditieren und das Licht, das ich auf der Leinwand sah, zu malen. Das sind die „Lichtbilder“. Mitten in dem wogenden und sich verquirlenden Licht bilden sich Visionen.

Fühle Dich eingeladen, die „Lichtbilder“ und eine der Visionen als Installation anzuschauen.


Lichtbilder


Installation einer Vision

Auf dem weiteren Weg durch das Thema Bardo begegnete ich dem sumerischen Mythos der Göttin des Planeten Venus, damals Inanna genannt. Weil die Venus/Inanna nur morgens und abends für uns am Himmel sichtbar ist, aber nicht während der Nacht, sagten sie, dass die Göttin während dieser Zeit in die Unterwelt hinabsteigt, um die Göttin im Reich der Toten, ihre eigene Zwillingsschwester, aufzusuchen. Sie muss den Gesetzen des Totenreiches gehorchen und stirbt, aber durch die Kraft des Mitgefühls kann sie jeden neuen Morgen als unser Morgenstern auferstehen. Es lohnt sich, diesen Mythos zu studieren, denn dadurch können wir wieder entdecken, dass das, was wir für selbstverständlich halten, ein großes Wunder ist.

Aus der geozentrischen Sicht beobachtet, beschreibt die Venus im Laufe von 8 Jahren auf ihrem wunderschönen Weg am Himmel, eine Rosenblüte als Pentagramm. Deshalb heißt es, die Rose sei ein Geschenk der Venus.

Fühle Dich eingeladen, die Geheimnisse des Lebens und Todes durch die „Performance Venus“ zu entdecken. Folge ihr auf ihrem Weg durch die Installation der Bambusstäbe im Amphitheater des Botanischen Gartens in Marnay-sur-Seine. Diese Arbeit konnte ich im Mai 2018 machen, als ich noch einmal die Chance bekam, als Artist in Residence in Frankreich arbeiten zu dürfen.


Performance Venus

Bitte betrachte die Skulptur der Rose. Das geheimnisvolle Pentagramm der Venus fand ich vielfach in der Rose wieder. Das Dodekaeder in der Mitte ist die konsequente und daraus resultierende geometrische Form.


Die Rose


Genauso, wie wir unseren Weg gehen, sind wir tatsächlich Vorübergehende. Fühle Dich eingeladen, meine transparente und reflektierende Arbeit “We are passersby” anzuschauen. Sie lässt sich auf einen Dialog mit Dir und der Umgebung ein.

We are passersby